Poesie im Alltag - Teil III

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Der Morgenwitz - und wenn es spät am Abend ist!

 

 
 
  • Erinnerung am Sonntag

    Amors Pfeil hat Widerspitzen.
    Wen er traf, der lass ihn sitzen.
    Und erduld' ein wenig Schmerz!
    Wer geprüften Rat verachtet
    Und ihn auszureißen trachtet,
    Der zerfleischet ganz sein Herz.

Gottfried August Bürger (1747 - 1794)


  • "Liebling, hast du meine Golfsocken gesehen?"
    "Welche Golfsocken?"
    "Na die mit den 18 Löchern."

  • Ein Ehepaar isst in einem feinen Lokal Hähnchen. Da kommt der Ober und bringt die Fingerschale.
    Fragt die Frau ihren Mann vorwurfsvoll: "Hast du schon wieder was zu trinken bestellt?"
    "Wieso denn ich? Frag doch den Ober", entgegnet der Mann empört.
    Darauf ruft sie: "Herr Ober! Kommen sie doch bitte mal. Was ist das denn für eine Schale hier?"
    "Gnädige Frau," erklärt der Ober, "das ist für die Finger, um sie darin zu säubern."
    Lacht der Mann: "Siehste, stellste 'ne dumme Frage, kriegste 'ne dumme Antwort."

  • Holgers große Schwester hat sich neue Winterstiefel gekauft.
    "Herrlich", schwärmt sie, "ich fühle mich in den Schuhen wie in meiner eigenen Haut!"
    Kein Wunder", brummt Holger, "ist ja auch Ziegenleder!"

  • "Liebling, du warst doch im Frühjahr beim Forellenfischen, oder?"
    "Ja Schatz, warum?"
    "Vorhin hat deine Forelle angerufen und meinte, sie würde demnächst laichen."

  • Das Telefon klingelt. Der kleine Hans hebt den Hörer ab, sagt aber nichts.
    Der Anrufer fragt nach einer Weile ungeduldig: "Hallo, bist du allein zu Hause?"
    "Nein, meine Schwester ist auch da," piepst der Junge nun schüchtern.
    "Na, dann hol doch mal deine Schwester ans Telefon, verdammt noch mal!"
    Hänschen legt den Hörer weg und entfernt sich. Lange Zeit passiert gar nichts, doch schließlich meldet sich der Kleine mit weinerlicher Stimme am Telefon: "Tut mir leid, aber ich kriege sie einfach nicht aus dem Laufstall raus!"

  • Hier ein schöner Vers aus dem Koran als Beitrag zur Toleranz:

    Oh ihr Menschen! Wir schufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennen lernt.

Sure 49, Vers 13
So schön dieser Vers ist, so schwer ist es danach zu leben.
Nicht nur für Muslime!


  • Wichtig in der heutigen Zeit:

Einen Menschen wissen,
Der dich ganz versteht,
Der in Bitternissen
Immer zu dir steht,
Der auch deine Schwächen liebt
Weil du bist sein;
Dann mag alles brechen,
Du bist nie allein.

Freifrau Marie Ebner von Eschenbach (13. September 1830 bis 12. März 1916)


  • "Na, Dora, wie war's in Schottland? Haben die Männer da wirklich alle Dudelsäcke?"
    "Na, die ich kennengelernt habe, hatten ganz normale"

  • Hallo Computerfreaks!

Im Computerladen fragt ein Kunde: "Haben sie ein Computerspiel, das mich mal wieder so richtig fordert? Vielleicht etwas in Richtung Abenteuer oder Fantasy? Darauf der Händler: "Haben sie es schon mal mit Windows 10 probiert?"


  • Ein Rabe sitzt auf einem Ast. Da kommt ein zweiter Rabe dazu und fragt ihn: "Was machst du da?" Der Gefragte antwortet: "Nichts Besonderes. Ich sitze einfach nur dumm rum und gucke blöd." "Au, das klingt gut. Das mach ich auch..." entgegnet der zweite Rabe und setzt sich daneben.
    Da kommt ein Häschen gehoppelt und schaut verwundert zu den beiden Raben hoch und fragt: "Was macht ihr da?" "Ach, nichts Besonderes," antwortet der zweite Rabe. "Wir sitzen hier nur dumm rum und gucken blöd." "Hört sich spannend an," freut sich das Häschen. "Da mache ich mit..." und setzt sich unter den Ast.
    Da nähert sich vorsichtig ein Fuchs der Gruppe und fragt erstaunt: "Was macht ihr da?" "Och," antwortet das Häschen, "wir sitzen hier nur dumm rum und gucken blöd!" "So etwas hab ich noch nie gemacht." antwortet der Fuchs. " Das mache ich auch..." und setzt sich neben das Häschen.
    Da kommt ein Jäger aus dem Wald und erschießt das Häschen und den Fuchs, sammelt beide ein und geht nach Hause.
    Sagt der erste Rabe zu dem zweiten: "Siehst du, dumm rumsitzen und blöd gucken funktioniert nur in höherer Position.

  • Die Heilige Familie berät, wo sie in diesem Jahr auf Erden den Sommerurlaub verbringen sollen. "Lourdes!" schlägt Jesus vor. "Nein, bloß nicht, " ruft Mutter Maria gequält. "Bloß nicht Lourdes! Ich kann das Gewusel und den Andenkenkitsch dort nicht ertragen. Das geht mir gründlich auf den Geist. Lass uns nach Jerusalem fahren!" "Mama, du weißt doch, was man mir dort angetan hat. Also da möchte ich ganz gewiss nicht hin." widerspricht Jesus. Begütigend schaltet sich Gottvater in den anbahmenden Familienzwist ein. "Nach Rom," sagt er, "lasst uns dieses Jahr nach Rom gehen." "Oh ja," ruft der Heilige Geist, "prima Idee! Da war ich noch nie!"

  • Zwei Frauen unterhalten sich: "Ich glaube, mein Mann geht fremd," klagt die eine.
    Die andere antwortet: "Ich traue meinem auch nicht. Ich glaube, die Kinder sind gar nicht von ihm!"

  • Die Sonne blickt mit hellem Schein
    So freundlich in die Welt hinein.
    Mach's ebenso!
    Sei heiter und froh!

Johann Gottfried Herder, ab 1802 von Herder (25. August 1744 bis 18. Dezember 1803)


  • Was es alles gibt!

    Ein Nachbar hat im vergangenen Sommer einem Glühwürmchen Viagra gegeben.
    Jetzt hat er 'ne Stehlampe.

  • Was wir alle brauchen....

Trost

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag.
Auch das Schlimmste kann nicht weilen
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz wiegt auch das Glück.
Und auch heit're Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
Zählest du der Stunde Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und es kommt ein andrer Tag.

Heinrich Theodor Fontane (30. Dezember 1819 bis 20. September 1898)


  • Ein frommer Geistlicher und ein miserabler Busfahrer stehen an der Himmelspforte und begehren Einlass. Petrus lässt den Busfahrer ohne Weiteres durch. Bei dem Pfarrer zögert er. Das ärgert den natürlich und er fragt: "Warum darf der durch und ich nicht? Ich war doch immer so fromm!" "Sicher," antwortet Petrus, "aber bei deinen Predigten sind die Leute immer eingeschlafen. Bei den Fahrten mit dem Busfahrer haben sie immer gebetet!"

  • In einem Museum stehen Besucher vor einem Bild, das eine sanft schlummernde Venus darstellt. Splitternackt - eine Hand zärtlich in den Schoß gelegt. Fragt einer der Betrachter des Bildes: "Wie heißt das Bild?" Ein anderer liest vor: "Junge Frau, nach dem Stich eines alten Meisters."

  • Ein Kannibale, der seit einiger Zeit unter heftigen Kopfschmerzen leidet, geht zum Medizinmann. Der untersucht ihn eingehend und stellt folgende Diagnose: "Du frisst zu viele Intellektuelle."

  • Im Kino geht das Licht aus. Plötzlich eine laute Frauenstimme: "Nehmen sie die Hand da weg!"....."Nicht sie! Sie...!"

In einem anderen Kino gleich nebenan die selbe Situation: Das Licht geht aus. Plötzlich eine laute Männerstimme: "Nehmen sie die Hand da weg!......"


  • Manchmal möchte ich laut rufen:

Überlass es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist tiefsten Herzens du empört,
Bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
Berühr' es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du's überwunden;
Alles ist wichtig nur für Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Theodor Fontane
(* 30.12.1819, † 20.09.1898)


  • Gestern beim Seniorenkaffee um die Ecke:

Drei betagte Damen unterhalten sich angeregt. Die Eine erklärt energisch: "Ich bin jetzt 76 Jahre alt und lese jede Zeitung mit meinen eigenen Augen. Ohne Brille!"
Ihre Nachbarin winkt ab: "Ich werde im nächsten Monat 83 und esse diesen steinharten Kuchen mit meinen eigenen Zähnen."
"Ist doch gar nichts", wendet die Dritte im Bunde ein, "ich bin im vergangenen Herbst 89 geworden. Und immer noch Jungfrau. Toi, toi, toi!


  • Schwester Susanne ruft aufgeregt nach dem Stationsarzt: "Herr Doktor, Herr Doktor, der Hypochonder im Zimmer 216 ist gestorben!"
    Der Arzt erwidert: "Jetzt übertreibt er aber."

  • Freude, schöner Götterfunken,
    Tochter aus Elysium,
    Wir betreten feuertrunken,
    Himmlische, dein Heiligtum,
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt;
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.

aus "An die Freude" von Friedrich Schiller


  • Ein älterer Mann, so um die siebzig, beklagt bei seinem Arzt: "Herr Doktor, nach dem Sex habe ich neuerdings immer so ein Pfeifen im Ohr." Darauf der Arzt: "Ja, was erwarten sie denn in ihrem Alter? Standing Ovations?"

  • Auf einem Kreuzfahrtschiff bringt der Ober einem Kannibalen die Speisekarte.
    Der lehnt ab und bittet um die Passagierliste.

  • Auch Eva war schon eifersüchtig. Als Adam eines Morgens erst gegen Morgengrauen nach Hause kam, wartete sie, bis er eingeschlafen war. Und zählte seine Rippen.

  • Aus analogen Tagen:
    In der Anzeigenabteilung einer Kölner Zeitschrift:

Kunde: "Guten Morgen. Ich möchte eine Kontaktanzeige aufgeben. Ich suche eine Frau."
Bearbeiter: "Ein- oder zweispaltig?'
Kunde erstaunt: "..... gibt's das?"


  • Sie schaut aus dem Fenster: "Der Morgen graut."
    Er: "....dem Morgen."

  • Gestern beim Weihnachtsessen:

    Sie: "So, hier ist der Weihnachtsbraten....
    Aber erst mal ein Slivowitz."
    Er: "Au ja, erzähl mal!'

  • Ich sag's mit Wilhelm Busch:

Doch schmerzhaft denkt manch alter Knaster,
der von vergangenen Zeiten träumt,
an die Gelegenheit zum Laster,
die er versäumt!


  • Lasst uns das Jahr achtsam beenden. Vielleicht war es besser, als es auf den ersten Blick erscheint....

Darum:

Genießt den letzten Tag dieses Jahres.
Genießt jeden Kontakt, jede liebevolle Umarmung, jede zärtliche Berührung, jede Sekunde, jeden Moment, jedes Lächeln, das geschenkt wird.
Genießt den guten Wein, das leckere Essen...... Genießt......Hier, jetzt, heute, gleich......
Morgen ist Morgen. Ein neuer Tag, ein neues Jahr. Es mag uns allen nur Gutes bringen. Wir wünschen es....
Aber lasst uns den Augenblick huldigen, und genießen....

Jetzt


  • Und zum Schluss...

    Vierundzwanzig Tage sind vergangen,
    der Kalender wird nun abgehangen,
    die letzte Leckerei verschlungen,
    ein schönes Weihnachtslied gesungen,
    die Gans kommt abends auf den Tisch,
    bei and'ren gibt es eher Fisch.
    Für manche ist das inhuman,
    die essen daher "Gans" vegan,
    Geschenke dann für Groß und Klein,
    die dürfen trotzdem üppig sein,
    und so vergeht althergebracht,
    sehr schnell die schöne Weihnachtsnacht.

Wir wünschen allen ein "Gans" tolles Weihnachtsfest.

Der Erzähler:

Oberstabsfeldwebel a.D.
Wolf-Dieter Zimmermann


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