Poesie im Alltag - von Wolf-Dieter Zimmermann ®


Schön wär's ......

Wohlbefinden

Ein guter Trunk, ein edler Wein,
ein Gang am Meer im Mondenschein,
ein exquisites Leibgericht
zu zweit bei warmen Kerzenlicht
und obendrein, zum guten Schluss,
ein zart dahin gehauchter Kuss.
    Das gibt im Alltag neuen Mut
und tut nicht nur dem Leibe gut,
weil dann, das gilt es zu betonen,
die Seele Lust hat drin zu wohnen.
 

Guten Morgen, ein schönes Pfingstfest, Gedanken zum.....

Altern

Älterwerden, bekenn' ich matt,
zuweilen einen Vorteil hat.
Für Kerzen auf Geburtstagstorten,
erklär' ich hier in kurzen Worten,
wird, die Erfahrung hat's gelehrt,
Mengenrabatt dezent gewährt.
 

Am Pfingstsamstag Gedanken zum......

30. Mai 1431

Eine Jungfrau, jung und stramm,
führte einst die Truppen an,
hat mit Mut und Tapferkeit
Orleans vom Feind befreit.
Doch der Klerus, fürderhin,
erkannte schnell die Ketzerin,
als die Jeanne d',Arc ganz offenbar
in diesem Kreis verdächtig war.
Und so wurde sie verbrannt,
am Tag, der oben schon genannt.
   Später rehabilitiert,
sah man in Rom sich motiviert
lange Zeit nach dem Verbrechen,
das Mädchen heilig dann zu sprechen!
  Alles das in Gottes Namen;
          Amen
 

Rechtzeitig zu Pfingsten schallt ein Ruf der Freude durchs Land.....

Hurra

Hurra, wir dürfen wieder reisen
und zu angemess'nen Preisen
uns're Reiselust entfalten,
es genießen, frei gestalten.
Wein, Bier, Sekt, Aperitif,
Intensivbett inklusiv.
Der Respirator, garantiert,
fest eingebaut und integriert.
Es geht bergauf, das muss man preisen; 
Hurra, wir dürfen wieder reisen!
 

Mein heutiges Morgengedicht ist allen Ehefrauen und Müttern gewidmet. Vor allem denen, die heute Geburtstag haben.

Erkenntnisse

Kinder aufzuwachsen seh'n,
ist bekanntlich bunt und schön.
Als Vater man vielleicht erschreckt,
wenn eig'ne Fehler man entdeckt,
die die Kleinen sozusagen
genetisch mit spazieren tragen.
Doch man entdeckt, schaut man genau,
auch Tugenden der Ehefrau.
 

Eigentlich hat nur einer die richtige Einstellung.

Der Optimist

Ein blitzgescheiter Optimist
erkennt, wenn es nicht möglich ist,
dass alles gut geht, klappen wird.
Doch ist er weiter unbeirrt
fest überzeugt, dass zum Schluss
auch nicht alles schief geh'n muss.
 

Wehrte Mitstreiter, wie wär's denn mal mit.....

Solidarität

Ein Ruf nach Solidarität
zur Zeit durch die Gesellschaft geht.
Corona gilt es zu ergründen,
gemeinsam Lösungen zu finden,
solidarisch in der Sache
für Junge, Alte, Starke, Schwache.
     Erklärt nach der Kubicki-Art,
definiert ganz cool und smart,
da soll man's jetzt nicht übertreiben,
wer Angst hat soll zu Hause bleiben.
      Das ist es was der Herr versteht,
unter Solidarität.
 

Das Leben ist oftmals ein echtes .......

Kunststück

Der Mensch macht Fehler, ohne Frage,
ob in der Nacht oder am Tage.
Am besten ist, er macht sie dann,
wenn niemand da, der zuschau'n kann.
 

Heute Morgen ganz nüchtern betrachtet .....

Entwicklungen

Ein Girl hieß früher einfach Mädchen,
die City war dereinst das Städtchen,
Location heißt der Treffpunkt heute,
Community sind viele Leute,
Twittern steht für Schwatzen, Reden,
Freaks war'n einstmals schlicht die Blöden,
nur Dämlichlichkeit für alle Zeit
schlichtweg Dämlichkeit auch bleibt.
 

Wenn wir "Alten" uns umsehen, stellen fest, es hat sich viel verändert gegenüber "Früher". Ein kleiner ...

Vergleich

Wenn früher jemand was vergeigte,
man deshalb ihm 'nen Vogel zeigte.
Heut' viele Menschen dazu neigen,
den Mittelfinger dann zu zeigen.
 

Weiter geht's. Heutiges Motto......

Üben, üben

Was oft so stört, die kleinen Sünden,
die wir so gern beim Nachbarn finden,
die sollten wir, so will ich sagen,
ganz locker mit Humor ertragen.
Zwei Augen wurden uns gegeben,
die führen uns durchs ganze Leben.
Da sollte es doch wirklich glücken,
das eine auch mal zuzudrücken.
 

Lust auf ein Morgengedicht? Zur Himmelfahrt vielleicht etwas zur....

Nächstenliebe

Die Kirche sagt, es steht geschrieben,
ich solle meinen Nachbarn lieben.
Sie fordert dies wohl permanent,
weil meinen Nachbarn sie nicht kennt.
 


Wie es auch ist. Heute ein kurzer......

Merksatz

Ständig Klagen ist vergebens,
Humor ist das Salz des Lebens,
und überall gilt auf der Welt,
was gut gesalzen, länger hält.
 

Beginnen wir doch heute den Tag mit einem...

Blick in die Vergangenheit

In einer längst vergang'nen Zeit,
zurück in die Vergangenheit,
als man zu Pest und and'ren Plagen
noch Fragen hatte, viele Fragen,
da hatte man, auch hier im Land,
'nen Schuldigen stets schnell zur Hand:
Der Rabe und die schwarze Katze,
die Alte mit der schiefen Fratze,
der Bucklige mit bösem Blick,
das Weib mit Warze im Genick,
der Fahrensmann in karger Bude,
der Fremde, Schwarze und... der Jude.
Liegt das wirklich fern und weit
zurück in der Vergangenheit?
 

Wieder beginnt eine neue Woche. Beim Blick auf das vergangene Wochenende kann ich nur sagen ....

denn sie wissen nicht, was sie tun

Lauthals wird jetzt demonstriert,
der Schutz des Lebens pervertiert,
um Hirngespinste zu verbreiten,
und dafür schreiend sich zu streiten.
Wo Hass und Dummheit, sie versteh'n,
gewaltsam 'ne Allianz eingeh'n,
droht der Lockdown nun auf Erden,
zum Idiotentest zu werden.
 

Einen schönen, sonnigen Sonntag wünsche ich. Mein Morgengedicht dreht sich um.....

Heilige

Der 14. im Monat Mai,
ging unbeachtet schnell vorbei,
obwohl's der Tag, wie wunderbar,
der Heiligen Corona war.
Sie soll uns stets vor Seuchen schützen,
das könnte doch zur Zeit sehr nützen;
doch niemand fand am Tag sich ein
in Aachen am Coronaschrein.
     In tausend Jahren, denk ich grade,
gibt's sicher manche Prachtparade
für St. Donald, der gewiss
dann Schutzpatron der Deppen is', 
denn die Toren hier auf Erden
sicher nie aussterben werden.
 

Heute Morgen ein kleiner Vers über die.....

Evolution

Darwin erklärte kurz und knapp,
der Mensch, der stammt vom Affen ab.
Doch andersrum, in Liebessachen
sich Männer gern zum Affen machen.
 


Am Tag der "Kalten Sophie", heute also ein etwas frivoler Gedankensplitter für den internen Gebrauch.....

Wünsche
    (freigegeben ab 18)

Die Elli schaut im Himmelbett
'nen Pornofilm und denkt kokett,
wenn doch mein Mann so'n Pi....* hätt'.

*Die fehlenden Buchstaben sind der eigenen Fantasie folgend einzusetzen.
Bin auf das Ergebnis gespannt!
 


Was für ein Unterschied zum Inhalt des vorherigen Morgengedichts......

Schmerzlos

In USA der Präsident,
vollkommen schmerzlos, indolent,
verteilte Schecks, ganz ungeniert,
mit seinem Namen groß verziert.
Auf Totenscheinen unterdessen,
hat seinen Namen man vergessen,
obwohl er dort, was ihn wohl stört,
an erster Stelle hingehört!
 


In meinem 76. Lebensjahr mein erstes...

Liebesgedicht

Ein Kapitän führt von der Brücke,
denn sonst entsteht dort eine Lücke.
Er achte auf den Kurs beim Segeln
und muss nicht alles selber regeln
und putze nicht in der Kombüse
auch noch dem Smutje das Gemüse.
   In diesem Land führt eine Frau,
lenkt unser Schiff meist zielgenau,
gelassen, ruhig, ausgewogen,
durch hohe Brecher, sanfte Wogen;
selbst wenn ein Virus heute plagt
und ständig an den Nerven nagt.
   Und vorn am Bug bis hin zum Heck,
regeln auf jedem Zwischendeck
Steward, Heizer, Maschinist,
alles was vonnöten ist.
   Auch wenn so manche Leichtmatrosen
in braunen, gelben, roten Hosen,
ständig meckern, kritisieren,
möchte ich es nicht riskieren,
dieses Traumschiff zu verlassen,
und ich bleibe ganz gelassen.
   Denn hier an Bord bin ich geborgen
mit meinem Kummer, meinen Sorgen.
Zur Zeit geführt von einer Frau,
gelassen, ruhig, zielgenau.
 


Es wird viel über die Masken geschimpft. Aber manchmal sind sie....

Ein Vorteil

Corona-Masken im Gesicht
sind vielerorts jetzt eine Pflicht.
Viele klagen, konn't ich hören,
dass die Dinger furchtbar stören.
Doch die Masken, muss ich sagen,
einen großen Vorteil haben;
so mancher sieht halt, ei der Daus,
mit Maske einfach besser aus.
 

Eine neue Woche beginnt, und ich kann noch immer mit meinen Enkeln kein Kinderfernsehen schauen. Das ist schade, denn da kann man viel lernen. Da ist zum Beispiel....

Die Sache mit dem Pups

Von der "Sendung mit der Maus"
lernt man viel, jahrein, jahraus.
So hat man kürzlich detailliert
aufgezeigt und definiert,
warum ein Pups in kalter Luft
ungesehen schnell verpufft,
obwohl des Menschen Atemluft
gut sichtbar ist in kalter Luft.
Die Antwort haut mich von den Socken,
denn Pupsluft ist dafür zu trocken!
Als Frage durch den Kopf mir schwirrt,
ob das im Alter anders wird?
 

Inwieweit verändert die Virus-Pandemie unser aller Leben?
Führt sie vielleicht zu einer neuen....

Bescheidenheit

Ändert grad die Pandemie
unser Leben wie noch nie?
Weiter, höher, immer schneller,
täglich Fleisch auf jedem Teller,
das ganze Leben, oh was Wunder,
angefüllt mit manchem Plunder.
Vielleicht ist wirklich nun die Zeit
für Demut und Bescheidenheit.
 

Bei meinem gestrigen Morgengedicht habe ich etwas übersehen. Es gibt sie längst, eine nachhaltige......

Problemlösung

Klopapier, das kann man seh'n,
ist nicht länger ein Problem.
Um den Hintern sich zu putzen,
kann man mehrmals es benutzen,
und im Kühlfach allezeit,
behält es Form und Haltbarkeit.
 

Eigentlich habe ich gedacht, dass das Problem mit dem Toilettenpapier gelöst sei.
Was ich aber kürzlich gelesen habe, ist

Fatal

Klopapier wurde geklaut,
das im Kofferraum verstaut,
der für eine kurze Zeit
offen stand - und insoweit
ist es wohl, so kann man lesen,
auch kein Mundraub dann gewesen.
Zumal der Räuber bei der Tat
'nen Mundschutz wohl getragen hat.
 


Es ist Frühling. Alles blüht und sprießt.
Und gestern ist er mir auf der Terrasse begegnet.

Der kleine Macho

Das Schwänzchen ständig steil nach oben,
sieht oft man durchs Gebüsch ihn toben,
klein, kugelig und ziemlich laut,
im Frühling er zehn Nester baut.
   Fünf Weiber kann er dort beglücken,
um anschließend sich zu verdrücken,
wenn es um Aufzucht, Füttern geht,
wovon rein gar nichts er versteht.
   Vom Zaunkönig ist hier die Rede,
und wie er's macht ist gar nicht blöde.
Zuweilen denke ich als Mann,
das man ihn schon beneiden kann.
 


Heute wird es nachdenklich, ernst, politisch.
Aber ich muss sie einfach rauslassen, mitteilen, teilen; meine...

Skepsis

Denkt ihr manchmal noch daran,
wie der Krieg damals begann?
Im Irak, es war der zweite,
als Colin Powell die Welt einweihte,
dass der Irak, ganz ohne Frage,
die Gefahr sei, jener Tage.
Chemiewaffen überall,
gut versteckt - ein klarer Fall.
   Doch solche Waffen, wie bekannt,
man im Irak dann gar nicht fand.
Die USA wurden indes
Geburtshelfer für den IS!
   Heut' hört man nun, fern in Wuhan
das schlimme Virus wohl entkam,
aus 'nem Labor, ganz still und leise,
auf eine unbekannte Weise.
Fakten wiesen fürderhin
klar in diese Richtung hin.
   Ich schreie laut und ungefragt
Skepsis ist hier angesagt.
In USA, der Präsident,
so wie man ihn seid Jahren kennt,
wird aller Mittel sich bedienen,
wenn sie nur seinem Ego dienen!!
 


Ich war im Bürgerhaus in Rodenkirchen um einen neuen Personalausweis beantragen.
Da ist sie mir wieder begegnet, die...

Bürokratie

In Ämtern nutzt man Klopapier,
dreilagig nur, erklär ich hier.
Dort braucht man halt, wie jeder weiß,
zwei Durchschläge von jedem Scheiß.
 


Kennt Ihr das auch? Das Problem mit der...

Vergesslichkeit

Ein alter Freund, schon hochbetagt,
ist stets gut drauf und unverzagt
geht öfter gerne er ins Städtchen
und schaut verzückt nach hübschen Mädchen,
läuft hinterher - es ist nur dumm,
dass er vergessen hat warum.
 


 

Dir lieber Max-Peter herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag.
Gerne hätte ich Dir ein Geburtstagsständchen gebracht. Geht aber leider nicht.
Deshalb nur der Hinweis auf Willi:
 

Der Sänger

Der Willi singt in einem Chor.
Tja, sowas kommt zuweilen vor,
und so singt er mit Furor
gerne seine Lieder vor,
kapriziös wie ein Tenor,
ja der Willi singt im Chor.

 



 

Noch'n Gedicht. Gewidmet allen Verschwörungsfantasten:

 

Eine eisige Geschichte

Corona - wo kommt's Virus her?
Die Antwort, die schien lange schwer.
Doch gestern hat man nun entdeckt,
wo es lange schon gesteckt.
Nicht CIA, nicht die Chinesen,
auch nicht der Mossad ist's gewesen,
keine Funkmasten sind Schuld
und auch kein obskurer Kult.
Nein, wie man jetzt ganz sicher weiß,
es war versteckt ganz tief im Eis,
eingefroren, fest verstaut.
Doch da es überall nun taut,
tritt das Virus, ohne Frage,
höchst bedrohlich nun zu Tage.
Drum werden, das wird uns verdrießen,
die Eisdielen noch heute schließen.
Denn, wie ein jeder nunmehr weiß,
das Virus, das kommt aus dem Eis.

 


 

Heute Morgen wieder etwas aus dem Stadtanzeiger. Eine echte...
 

Schweinerei

Es spazierte ganz allein
durch Zülpich mal ein kleines Schwein.
Bewohner fanden das nicht fein,
drum fing man's ein, das kleine Schwein.
So ist's nicht länger so allein
und hatte folglich wirklich Schwein.

 



In Zeitungen kann man zum Glück auch viel Lustiges lesen. So auch vergangene Woche im Stadtanzeiger.
Ich habe das mal dargestellt als...

Schonkost

Die Harvard-Universität,
die über'm Teich in Cambridge steht,
ist weltweit, das ist ja bekannt,
für ihre Forschung anerkannt.
Dort tat kürzlich schriftlich kund,
Nasebohren sei gesund.
Popel, gab man zu versteh'n,
stärken das Immunsystem.
Frisch mit einem Aquavit,
wünsch ich guten Appetit.
 


Radio, Fernsehen, Magazine, Zeitungen. Viele Nachrichten empfinde ich zumindest...

Bedauerlich

Hitze, Dürre, wenig Regen,
Hass und Hetze allerwegen,
weltweit auf dem Erdenball
Krieg und Elend überall
und dazu, so schlimm wie nie,
eine Virus-Pandemie.
Ich schau auf dieses Welttheater
und krieg' im Schädel Muskelkater.
Der Mensch, der bleibt, nehmt's mir nicht krumm,
egoistisch, blöd und dumm.
Da helfen auch beim besten Willen,
keine Impfung, keine Pillen.
 



Bald ist es soweit. Ich sehe schon das...
 

Gedränge

Beim Rugby nennt man es Gedränge,
wenn man aus des Raumes Enge
will ein Spiel ganz neu beginnen,
um dem Stillstand zu entrinnen.
Wie ich überall nun höre,
öffnen sehr bald die Frisöre.
Wenn das wirklich so gelänge,
Mensch das gäbe ein Gedränge:
Tausend Frauen seh' ich schon
drängelnd vor'm Friseursalon.

Zusatz für unsere weiblichen Mitglieder:

Wenn ich nun ganz ehrlich bin,
seh' ich mich da auch mitten drin!

 


 

Gerüche

Zwei Knaben saßen auf einer Bank,
der eine roch, der andere stank.
Das machte den, der roch, ganz krank.
Drum sagte er zu dem, der stank:
"Verzieh dich auf 'ne and're Bank."

 


 

Es ist mir klar geworden, ...
 

Was ich vermisse

Was heute ich mal sagen muss:
Corona bringt mir viel Verdruss.
Kein Kontakt, kein Wangenkuss,
ob im Cafe, ob im Bus,
auf Nähe man verzichten muss.
All dies, so klage Ich am Schluss,
vermisse Ich (auch manchen Kuss!)
Ich hoffe, dass der ganze Mist
kurz nur und nicht von Dauer ist.

 


 

Warum eigentlich ist die Zahl der Corona-Infizierten nach Karneval im Kreis Heinsberg im Verhältnis deutlicher angestiegen als in Köln? Ganz einfach. Es besteht eine Art...
 

Mangelernährung

Woran hat es nur gemangelt,
beim Karneval im Örtchen Gangelt?
Dort stieg die Zahl der Infektionen
hoch in fürchterliche Zonen.
Doch typisch ist für Köln am Rhein,
hier muss stets alles anders sein:
Man feierte den Karneval
auf jeder Straße, überall.
Trotzdem, ohne groß zu prahlen,
blieben die Corona-Zahlen
ausgezählt ganz akkurat,
im Vergleich noch moderat.
Als Grund dafür gilt unbedingt,
dass man viel Kölsch in Kölle trinkt.
Nun wissen wir, woran es mangelt ,
nicht nur im kleinen Örtchen Gangelt.

PS: Sollte mir aufgrund dieser bahnbrechenden Erkenntnis der Nobelpreis verliehen werden, werde ich dies angemessen in einem Kölner Brauhaus feiern!


 


 

Ich hatte eine Vision:
 

Liebe in Corona-Zeiten

Es war so schön, so wunderbar,
wie es wohl noch niemals war,
man hält im Bett sich eng umschlungen,
alles ist perfekt gelungen.
Das einzige, was etwas störte,
sein wohl die Masken, wie ich hörte!

 


 

Armer Hund

Ein betagter, alter Hund
kränkelt oft, ist nicht gesund,
hinkt und stolpert, läuft nicht rund,
trüb das Auge - grau und wund
ist er schlicht ein armer Hund.

 


 

Moral

Schon bei Brecht kann man es lesen,
es ist schon immer so gewesen,
ganz zuerst kommt stets das Fressen,
die Moral kommt unterdessen
später dann, auf alle Fälle,
frühstens an der zweiten Stelle.
Heute man sich heftig streitet,
ums Klopapier nun richtig fightet,
und dabei auch aufgeregt
um sich tritt und and're schlägt!
Ich bekenne, kurz und barsch,
die Moral, die ist im Arsch,
und da hilft, so glaubt es mir,
nicht das beste Klopapier.

 


 

Ach, es ist schön, man wird ...


Befreit

Les' ich von der USA,
wird um's Herz mir sonderbar!
Mister Trump, gebt fein Acht,
schreit nach absoluter Macht,
selbstherrlich will er entscheiden,
Schutzmaßnahmen zu beschneiden.
Laut hört man ihn nun schreien,
so will er das Land befreien.
Was man wirklich machen müsste,
schickt den Heini in die Wüste,
beendet endlich diese Qual
im Herbst schon bei der nächsten Wahl.
Die USA wär'n insoweit
von einem Virus dann befreit!

 


 

Es erscheint mir, wie aus einer anderen Welt, aus einem vergangenen Leben. Sonntagnachmittag im Cafe. Eine Tasse Kaffee, auf dem Teller ein leckerer...

 

Liebesknochen

Erst vor ein paar Wochen
aß ich Liebesknochen.
Manche alten Knochen
sind oft steif und pochen.
Und die Liebesknochen?

 


 

Gestern um 18.00 Uhr habe ich es gemerkt. Es fehlt mir doch, der ...

 

Fußball

Überall fragt man auf Erden,
was soll aus König Fußball werden?
Man fragt sich derzeit ganz gezielt,
wird irgendwann wieder gespielt?
Die Lösung scheint mir allemal
ziemlich einfach, fast banal.
Man entscheidet Knall auf Fall:
Geisterspiele - ohne Ball.

 


Ein genetisches Problem

Geht man morgens auf die Waage,
quält viele stets die gleiche Frage:
Warum bin ich, bitte sehr,
wieder einmal viel zu schwer?
Schuld sind ja, das ist das Schöne,
diese kleinen, bösen Gene.
Kürzlich hat die Wissenschaft
dies bewiesen und geschafft
ein Gen deutlich zu benennen,
analytisch zu erkennen.
Schuldig ist, wir jetzt seh'n,
das "Zu-oft-zum-Kühlschrank-Ge(h)n".
 


Gestern Morgen beim Frühstück:

Auweia

Auweia, auweia,
jetzt sind sie weg, die Ostereier,
das letzte wurde grad gegessen,
Ostern ist schon fast vergessen.
Nur mit dem Virus geht's, auweia,
just weiter nach der alten Leier.
 


Gefangen

Ein Virus hält uns grad gefangen,
Freiheit ist erst zu erlangen,
wenn das Virus ist vergangen.
Bis dahin sind wir gefangen.
 


Heute mal was tierisch Tierisches:

Das Wiesel

Es saß ein kleines Wiesel
mitten im Bachgeriesel
stets gern auf einem Kiesel,
bis dann ein alter Stiesel
weggeräumt - den Kiesel.
Armes, kleines Wiesel.
 


In einer längst vergangenen Zeit! In geselliger Runde...

Appetit

Schnitzel gab es heut' zu essen,
und ich werde nicht vergessen,
wie die Gäste unterdessen
alles haben aufgefressen.
Schnitzel gibt's keins mehr zu essen.
 


Verstand

Es sagte schon der alte Kant:
Habe Mut, nutz den Verstand.
Heute tragen eklatant
viele Handys in der Hand,
rennen damit durch das Land,
quatschen, starren wie gebannt
auf das Ding in ihrer Hand.
Mir wird da ganz blümerant,
und Ich denke unverwandt:
Denk an Kant und den Verstand.
 


Das Veilchen

In der Küche stand ein Veilchen,
auf dem Tisch ein leck'res Teilchen.
Doch nach einem kleinen Weilchen
war es plötzlich weg, das Teilchen.
Kurz darauf hat ich ein Veilchen!
 


Ostern in Corona-Zeiten:

Vorbei

Kommt doch Ostern mal vorbei,
ich schenk' Euch auch ein Osterei.
Doch dies ist zur Zeit vorbei,
denn Corona zweifelsfrei
ist ein faules Osterei.
Doch eingeengt und nicht ganz frei
geht dieser Alptraum auch vorbei!
Und weil man mich nicht zu Euch lässt
auf diesem Wege frohes Fest.
 



Licht

In schweren Zeiten ein Gedicht
bringt in's Dunkel etwas Licht.
Gerade heut' hat das Gewicht,
etwas Licht durch ein Gedicht.
 


Die Hummel

Draußen am Flieder sitzt ne Hummel,
und abends, ohne großen Rummel,
ich langsam durch den Garten bummel.
Sieh an - da sitzt sie noch - die Hummel.
 


 

Täglich ein kurzes (oder längeres) Morgen-Gedicht
vom Poeten aus dem Heidekaul.

Druckversion als PDF

Beginn am 09. April 2020

Stand: Freitag, 29. Mai 2020

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Urheberrechte bei:

Oberstabsfeldwebel a. D.
Wolf-Dieter Zimmermann
Leiter Stammtisch Süd

 

 

gesammelte Stimmen:

  • Dieter, der fröhliche Wecker.

  • Dieter, der Dichter vom Heidekaul.

  • Seht gute Reime. liest sich sehr flüssig, prima.

  • Dieter hat wieder Recht.

  • Dem kann man zustimmen.

  • Dieter, wie immer grandios.

  • Lieber Dieter, Du wirst immer besser.

  • Dieter, so ist es!

  • Bravo Dieter.

  • Sehr schön Dieter.

  • Treffend schön, Dieter.

  • Dieter trifft wie immer auf den Punkt.

  • Sehr gut Dieter, da hast Du einen Nerv getroffen.

  • Kurz und knackig.

  • Das Morgengedicht ist wieder gut gelungen.

  • Das ist SPITZE, Dieter.

 

 

 


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